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…“Drei junge Menschen stehen dicht vor dem Publikum und sinnieren über die Gestalt ihres Endes. Die Bahnen ihres Lebens haben sie symbolisch ausgerollt, graue Bauplanen, über die eben noch Videoprojektionen liefen, liegen nun hinter ihnen auf dem Boden. Mit jeweils einem Sinnbild aus schwarzer Eddingfarbe. (…)Ein Bild wie aus einem Poesiealbum. So einfach und kitschig kann es sein (…) Denn so individuell uns unser Lebensweg vorkommt – geht es zum Schluss nicht immer um Liebe? Die freie Theatergruppe „3%XTRA!“geht in „schöner sterben.“ diesen Fragen nach. Unter der Regie von Thorsten zum Felde ist eine kleine szenische Collage an der Grenze zwischen Performance und Theater entstanden. Wenig erzählerisch geht es zu, mehr werden in Bildern Gedankenräume geöffnet und geschlossen.(…) Denn bei 3%XTRA! ist da immer der Flirt mit dem Publikum, die szenische Fußnote, die schmunzelnd auf die Bühnensituation verweist. (…) Doch in „schöner sterben.“geht es in Wahrheit weniger um das Abtreten selbst, denn um das seltsame Leben mit dem Wissen darum. Vielleicht ist der Gedanke eines Multischichten-Tiramisus kurz vor dem ultimativen Schluss so gesehen einer der besten.“ (Hildesheimer Allgemeine Zeitung 18.01.2013 zu „schöner sterben.“, dreiprozentextra)

…“Das freie Ensemble 3%XTRA! hat in Kooperation mit der Theaterwerkstatt die Eigenproduktion „schöner sterben.“ auf die Bühne gebracht. (…) Das Material ist vielfältig – neben aus der Improvisation entstandenen Dialogen umfasst es literarische Texte wie das Grimm-Märchen „Die Lebenszeit, Textfragmente aus Filmen wie „Into the Wild“ oder O-Töne, die man zuvor in Gesprächen im Bekanntenkreis gesammelt hat. (…) Insbesondere die zwischendurch von einem Fuchs über Kamera und Mikro eingesprochenen O-Töne beleben das Bühnengeschehen mit frischen Facetten. Berührend wird es, wenn authentische Gefühle zugelassen werden. So sagt eine Darstellerin im Hinblick auf das Sterben, sie habe Angst „nicht fertig geworden zu sein mit dem Leben“. Diese Angst wendet sie zu dem Entschluss, jeden Augenblick intensiv zu leben. Und das ist vielleicht die Kernaussage dieser Collage: Wer intensiv gelebt hat, dem könnte das Sterben leichter fallen.“
(taz 31.01.2013 zu „schöner sterben.“, dreiprozentextra)

„ Das Bühnenkollektiv von 3%XTRA! – bekannt für kreative, performative Collagen – zerlegt in seiner neuesten Produktion den Mythos um die Lieben, die man sich nur bedingt aussuchen kann: die Familie. (…) Thorsten und Andrea zum Felde feiern diese Tatsache schicksalsergeben und arbeiten sich unter der Regie von Tanja Krone an den vielen kleinen Riten der (…) der „Institution Familie“ ab. Auch im wirklichen Leben ein Ehepaar, lassen sie den etwas unharmonischen Einstieg, in dem jeder jeden im Wisperton korrigiert schnell hinter sich. Und feiern ein rauschendes Fest. (…) Mit der Perfomance lassen 3%XTRA! die ödeste Normalität schillern.
(Hildesheimer Allgemeine Zeitung 10.11.2011 zu „WIR WOLLEN EUER ERBE NICHT!, dreiprozentextra)

„Das freie Theaterkollektiv 3%XTRA! ist mutig, (…) denn „beep!“ ist ein Versuch, theatral in ein Haifischbecken der angewandten Alltagsphilosophie einzutauchen: die Sozialisation im Cyberspace und ihr Wirken auf zwischenmenschliche Beziehungen aller Art. „beep! setzt nicht (…) auf die Subversion multimedialer Spielarten durch Multimedialität. Regisseur Thorsten zum Felde legt den Schwerpunkt auf das oft eindringliche Spiel der beiden Darsteller, deren lakonische Durchschnittlichkeit die Einsamkeit an manchen Stellen fast riechbar macht.“
(Hildesheimer Allgemeine Zeitung 17.9.2010 zu „beep!“, dreiprozentextra)

„(…) mit Blick auf das Ehepaar, das 57 Jahre verheiratet und händchenhaltend zu Gast auf dem „s.i.m.“-Sofa ist, vergeht vielleicht auch dem größten Zyniker kurzzeitig die Lust auf Lokal-Diffamierung. „s.i.m. city“ schafft es, zuweilen eng am Heimat-Kitsch vorbeigeschrammt, einen ganz eigenen Blick auf Hildesheim zu ermöglichen.“
(Hildesheimer Allgemeine Zeitung 1.12.07 zu s.i.m. city, dreiprozentextra)

„Nicht nur der gelegentlich auftretende Chor von Eingeborenen amüsiert sich glänzend auf Kosten der gestressten Urlauber. Auch das Publikum hat großen Spaß am Wort- und Spielwitz der energiegeladenen Schauspieltruppe. Doch hinter dem Feuerwerk aus Pointen lauern auch existentielle Fragen, denen sich Patty erst stellt, als es schon zu spät ist.“
(Hildesheimer Allgemeine Zeitung 18.9.2006 zu „The Joyful Life“, dreiprozentextra feat. Flinntheater)

„Die Seele bleibt die Große unbekannte. Ernst für das eigene Gewissen wird es bei der Aufforderung, den Wert des netten, beinlosen Uwe mal ganz ehrlich auf einer Skala von 1 bis 10 zu benoten. Man ist mal wieder verwiesen auf das eigene Punktesystem im Kopf und auf die Frage, ob man mitpunkten will. Ein gelungener Abend.“
(Leipziger Volkszeitung 16.4.2004 zu „Grenzgänger“, dreiprozentextra feat. trend)

„Letztlich lässt sich das Thema des verkauften Körpers kaum darstellen. Und gerade in den Auslassungen, dass nämlich Sex und Gewalt nicht
gezeigt, sondern nur über die Sprache transportiert werden, hat die Inszenierung […] ihre Stärke.“
(Hildesheimer Allgemeine Zeitung 23.4.2004 zu „Grenzgänger“, dreiprozentextra feat. trend)

„Da drücken sich […] im Tanz – vor allem Tango – Sehnsüchte und Beziehungen aus. Die Musik von Thorsten zum Felde und die Choreografie von Heike Schüller sind deshalb neben den Texten von Christoph Scheurle wesentliche Bestandteile der Dramaturgie und halten Tempo und Stimmung über die 50 Minuten Spieldauer. Heike Schüller, Thorsten zum Felde und Christoph Scheurle werfen sich auch als Darsteller temporeich die Wort-Bälle zu und halten eine heitere Grundstimmung.“
(Hildesheimer Allgemeine Zeitung 7.11.2001 zu „transform:A“, dreiprozentextra)

„Die Trinkerfantasien verzaubern durch den Charme ihres Vortrags und ihren absurden Witz. Am Ende der Vorstellung ist eines sicher: Ein geträumtes Leben kann – mit dem Wissen von der richtigen Dosis – fast so schön sein wie ein gelebter Traum. Und es war doch schön, verdammt!“
(Hildesheimer Allgemeine Zeitung 11.4.2000 zu „Säufzer’s“, dreiprozentextra)